Seine Box war schon abgebaut, seine Crew auf dem Weg nach Hause. Alle gingen davon aus, dass MotoGP-Weltmeister Marc Marquez nach einem Oberarmbruch und anschließender OP am kommenden Wochenende nicht auf seine Honda-Maschine steigen kann. Aber Marquez ist zurück in Jerez und will am Sonntag beim zweiten Rennen der Saison mit dabei sein.

Marc Marquez brach sich am Sonntag bei einem Sturz den rechten Oberarm, wurde Dienstag operiert und will dieses Wochenende wieder am MotoGP teilnehmen. Dem amtierenden Weltmeister wurde eine lange Zwangspause vorhergesagt, aber Marquez machte sich zwei Tage nach der OP wieder auf dem Weg nach Jerez. Dort ist er vom MotoGP-Arzt „rennfit“ erklärt worden und darf somit ab heute bei den Trainings für das Rennen am Sonntag mit dabei sein.

Sogar sein eigenes Team war überrascht von der schnellen Rückkehr des Weltmeisters. Weil wegen Corona kein Ersatzfahrer, wie zum Beispiel Stefan Bradl eingesetzt werden darf, war die Box des Honda-Teams schon teils abgebaut worden und die Crew von Marc auf dem Weg nach Hause. So musste kurzerhand die Crew von Teamkollege und Bruder Alex Marquez die Garage von Marc schnellstens wieder aufbauen und einrichten.

 Übrigens ist Marquez nicht der einzige Fahrer, der mit frisch operierten Knochenbrüchen am Rennen teilnehmen wird. Cal Crutchlow wurde Dienstag an einem Kahnbeinbruch operiert und Alex Rins zog sich am Samstag einen Bruch, Luxation und Muskelschäden an der rechten Schulter zu. Auch diese beiden Fahrer bekamen vom MotoGP-Arzt einen Startfreigabe.